Über den Autor

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Alexander Sperber ist der Geschäftsführer von UnitedAds, einem Unternehmen, das sich auf digitale Marketingstrategien spezialisiert hat. Mit fast zwei Jahrzehnten Erfahrung hat er sich als Experte auf den Gebieten Google Ads und Suchmaschinenoptimierung (SEO) etabliert. Unter seiner Führung ist UnitedAds bekannt geworden für seine innovativen Ansätze zur Verbesserung der Online-Sichtbarkeit und zur Förderung des digitalen Marketingerfolgs.

Einführung in das serverseitige Tagging

Serverseitiges Tagging stellt eine innovative Methode dar, um mit dem Google Tag Manager Anwendungen geräteübergreifend zu steuern. Diese Technik nutzt Servercontainer, die das vertraute Modell von Tags, Triggern und Variablen beibehalten, und erweitert es um neue Werkzeuge zur Messung von Nutzeraktivitäten über verschiedene Plattformen hinweg.

In einer herkömmlichen Tagging-Konfiguration, die ohne serverseitiges Tagging auskommt, wird ein Container direkt auf der Webseite eingesetzt, um Messdaten an unterschiedliche Erfassungsserver zu übermitteln. In diesem Fall läuft ein Tag Manager-Webcontainer im Browser  und sendet Daten an mehrere Server.

Traditionelles Tracking im Browser

Im Gegensatz dazu ermöglicht das serverseitige Tagging eine zentralisierte und effizientere Datenverarbeitung und -weiterleitung.

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Dazu wird ein Servercontainer nicht im Browser des Nutzers oder auf seinem Smartphone ausgeführt. Stattdessen wird er auf einem Server ausgeführt, den Sie kontrollieren.

Server-seitiges Tracking

Der Server für serverseitiges Tagging kann in Ihrem eigenen Google Cloud Platform-Projekt oder in einer anderen Umgebung Ihrer Wahl betrieben werden. Dabei haben Sie bis zur Weiterleitung der Daten an einen anderen Ort exklusiven Zugriff auf die auf dem Server gespeicherten Daten. Dies ermöglicht Ihnen volle Kontrolle darüber, wie die Daten konfiguriert und wohin sie vom Server gesendet werden.

Die Erstellung von Tags erfolgt mittels JavaScript-Technologie in einer sicheren Sandbox-Umgebung. Durch spezielle Berechtigungen können Sie die Funktionsweise der Tags einsehen und mit Richtlinien die Einsatzgrenzen des Containers definieren.

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Der Server empfängt Webanfragen von Nutzergeräten und konvertiert diese in Ereignisse. Diese Ereignisse werden dann durch die Tags, Trigger und Variablen des Containers verarbeitet. In einem Servercontainer funktionieren Tags, Trigger und Variablen ähnlich wie in anderen Containerarten. Trigger analysieren jedes Ereignis auf spezifische Kriterien und aktivieren gegebenenfalls Tags, die die relevanten Ereignisdaten verarbeiten und weiterleiten.

Vorteile von Server Side Tracking

Genauigkeit: Serverseitiges Tracking ermöglicht eine präzisere Datenerfassung, da es weniger anfällig für Faktoren wie Ad-Blocker, JavaScript-Fehler oder Geräteeinstellungen ist, die die Erfassung von clientseitigen Tracking-Daten beeinträchtigen können. Durch die direkte Erfassung auf dem Server können präzisere Informationen über Benutzerinteraktionen und -verhalten gewonnen werden.

Kontrolle: Da die Datenerfassung und -verarbeitung auf dem Server stattfindet, haben Website-Betreiber und App-Entwickler eine größere Kontrolle über die Tracking-Logik und die Art und Weise, wie die Daten genutzt werden. Dies ermöglicht eine flexiblere Implementierung von Tracking-Funktionalitäten und die Anpassung an spezifische Anforderungen und Geschäftsziele.

Datenschutz und Sicherheit: Serverseitiges Tracking bietet verbesserten Datenschutz, da weniger Daten über den Browser des Benutzers übertragen werden. Dies reduziert das Risiko von Datenlecks oder unerwünschter Datenerfassung. Darüber hinaus können serverseitige Tracking-Methoden leichter mit Datenschutzbestimmungen und rechtlichen Anforderungen in Einklang gebracht werden.

Erweiterte Funktionen: Serverseitiges Tracking eröffnet zusätzliche Möglichkeiten zur Verarbeitung und Nutzung der Tracking-Daten. Da die Daten auf dem Server erfasst werden, können komplexe Ereignisse, Datenfilterung und -transformationen sowie die Integration mit anderen serverbasierten Diensten effizient durchgeführt werden. Dies ermöglicht fortgeschrittene Analysen, personalisierte Inhalte, dynamisches Targeting und weitere erweiterte Funktionen.

Serverseitiges Tracking ist besonders nützlich in Umgebungen, in denen die clientseitige Erfassung von Tracking-Daten unzuverlässig sein kann, beispielsweise bei der Verwendung von Ad-Blockern oder in Szenarien mit eingeschränkter JavaScript-Unterstützung. Es bietet eine zuverlässigere und kontrolliertere Methode zur Erfassung von Daten, um genaue Erkenntnisse über das Nutzerverhalten zu gewinnen und fundierte Entscheidungen für Marketingstrategien und Geschäftsentwicklung zu treffen.

Insgesamt ermöglicht serverseitiges Tracking eine präzisere, kontrolliertere und datenschutzkonforme Erfassung von Tracking-Daten, was zu besseren Einblicken und effektiveren Maßnahmen führt, um das Benutzererlebnis zu verbessern, Conversions zu steigern und die Geschäftsergebnisse zu optimieren.

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